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Ein gezeiteter Lauf während des gesamten Veranstaltungszeitraums

Eine semi-permanente Zeitnahme über einen längeren Zeitraum, bei der die Teilnehmer lediglich einen Versuch haben, unterscheidet sich kaum von einer regulären Veranstaltung.

Im beigefügten Beispiel betrachten wir eine Veranstaltung mit einem 5km Lauf, der über eine Runde geht, und einen 10km Lauf, der auf derselben Strecke über zwei Runden geht. Auf der Runde gibt es eine Zwischenzeit auf der Hälfte, d.h. nach 2,5km.
Teilnehmer können sich über die Online-Anmeldung sowie Online-Änderung ein 1-stündiges Startfenster während des 1-wöchigen Veranstaltungzeitraumes aussuchen. Über ein Veranstaltungsattribut kann die Wahl des Zeitraumes begrenzt werden.

Für die Zeitnahme haben wir folgende relevanten Einstellungen vorgenommen - die Einstellungen zur Online-Anmeldung mit Startzeitauswahl folgen an späterer Stelle:

Messstellen

Bei den allgemeinen Messstellen-Eigenschaften lassen wir den Haken für "Startzeit (T0) abziehen" weg, so dass die Startzeit nicht automatisch abgezogen wird. Außerdem wählen wir "bei unbekannten Chips neuen Teilnehmer anlegen" -> Nein. Dadurch erreichen wir, dass nur Teilnehmer, die auch in der Datei angelegt sind, eine Zeit erzielen können. Optional können Sie noch die OrderID Ihrer Transponderbestellung hinterlegen, damit auch keine Teilnehmer mit alten Transpondern aus Versehen gewertet werden.

Bei den Messstellen legen wir eine Messstelle START/ZIEL, sowie eine Messstelle ZWISCHENZEIT an. Haben Sie keine Zwischenzeit können Sie diese Messstelle streichen.

(Spezielle) Ergebnisse

In den speziellen Ergebnissen legen wir die Berechnung der einzelnen Zeiten fest. Schauen wir zunächst auf die Ergebnisse 10-15.

Diese Zeiten werden jeweils als Tageszeit der Detektion gespeichert.
T10 ist die erste Detektion. Diese dient für alle weiteren Detektionen als Referenzpunkt. T11 ist dann die eigentliche Startdetektion. Da Teilnehmer oftmals am Start stehen bleiben, sich die Hardware oder sonstige Instruktionen anschauen, haben wir hier einen Zeitraum von 5 Minuten nach der ersten Detektion (T10) definiert, innerhalb dessen wir die letzte Detektion als "offizielle" Startzeit verwenden. Das bedeutet, dass die erste Detektion gleichzeitig auch die Startdetektion sein kann, aber wenn der Teilnehmer erst noch die Schuhe bindet, seine GPS-Uhr einstellt, etc., er auch nach bspw. 3 Minuten einfach loslaufen kann und diese letzte Detektion dann als Startzeit gewertet wird.
Für eine stringente Einrichtung verwenden wir unabhängig des Wettbewerbs T15 als Zielergebnis. Da der 10km-Lauf über 2 Runden geht, der 5km-Lauf aber nur über 1 Runde, definieren wir unterschiedliche Rohdatenregeln je nach Wettbewerb. So wird eine Detektion im Ziel beim 5km-Lauf frühestens 10 Minuten nach der Startdetektion gewertet. Beim 10km-Lauf 10 Minuten nach der erfolgreichen 1. Runde. Durch diesen Aufbau können Sie die Zwischenzeiten einfach streichen, wenn Sie keine Zwischenzeiten anbieten. In T13 erfassen wir dennoch für den 10km-Lauf die 1. Runde als Nachweis, ebenfalls frühestens 10 Minuten nach der Startdetektion.
Da der Kurs derselbe ist, ist die erste Zwischenzeit nach 2,5km sowohl beim 5km- als auch beim 10km-Lauf identisch. Wir definieren es als erste Detektion mindestens 5 Minuten nach der Startdetektion. Die 2. Zwischenzeit ist nur für den 10km-Lauf relevant, weshalb wir die Rohdatenregeln entsprechend anpassen, und die zweite Detektion nach der Startdetektion verwenden. Alternativ könnten wir die zweite Zwischenzeit auch als erste Detektion nach T13+00:05:00,0 definieren.

Für weitere Berechnungen und zur schöneren Gestaltung von Listen definieren wir in den Ergebnissen 31 & 32 die absolvierte Zeit der letzten vorliegenden Detektion sowie das zugehörige Ergebnis (ID). Das erreichen wir in T31 durch TLast(11;15), was die letzte vorliegende Detektion zurückgibt, und ziehen hiervon die individuelle Startzeit T11 ab. Für die letzte ID verwenden wir TLastID(11;15) und ziehen direkt 10 ab, so dass wir bei vorliegender Startzeit 1 erhalten, bei absoliverter erster Zwischenzeit 2, nach der ersten Runde 3, etc.

In T21 realisieren wir eine Hochrechnung basierend auf den vorliegenden Zwischenzeiten. Hierdurch können wir eine ansprechendere Live-Liste umsetzen, die vor allem an gut frequentierten Tagen interessant sein könnte. Für die Berechnung der hochgerechneten Zeit verwenden wir folgenden Ausdruck:

choose([Wettbewerb];choose(T32;"";(T12-T11)*2;T1);choose(T32;"";(T12-T11)*4;(T13-T11)*2;(T14-T11)*1,33;T1))

In Worten bedeutet dieser, dass wir für Wettbewerb 1 (5km-Lauf) gemessen an T32 entweder nichts ausgeben (aus der Startzeit lässt sich keine Zeit hochrechnen), die Zeit der ersten 2,5km verdoppeln oder, sobald der Teilnehmer im Ziel ist, die Zielzeit liefern.

Für den 10km-Lauf soll entweder nichts zurückgegeben werden, die Zeit der ersten 2,5km mal 4, die doppelte Zeit der ersten Runde, die Zeit nach 7,5km mal 1,33 - oder eben die Zielzeit.

Zuletzt haben wir in den Ergebnissen 1-3 die wichtigsten Werte zusammengefasst. T1 ist immer die absolvierte Zeit, unabhängig vom Wettbewerb. T2 (=Runde 1) ist entweder die Differenz aus der Ziel- und Startzeit (5km) oder aus der ersten Runde und der Startzeit (10km).

Benutzerdefinierte Felder/Funktionen

Wir richten ein benutzerdefiniertes Feld [LetzteZwischenzeitName] ein, in dem wir basierend auf der letzten vorhandenen Zwischenzeit-ID den jeweiligen Namen vergeben. Wer eine Startzeit hat, der ist am "Start". Wer die erste Zwischenzeit erreicht hat, erhält hierfür die Bezeichnung "2,5km", usw.

Wettbewerbe

In den Wettbewerbseinstellungen wählen wir für beide Wettbewerbe sowohl das Start- und das Zielergebnis aus, um die Standardfelder [ImZiel] und [Gestartet] verwenden zu können.

Platzierungen

Die Standardplatzierungen GesPl, MWPl & AKPl können wir unangetastet lassen. Diese werden wir durch die vorgenommenen Wettbewerbseinstellungen ohne Anpassung verwenden. Zusätzlich definieren wir noch eine Platzierung basierend auf der hochgerechneten Zeit, in unserem Beispiel Platz11. Als Filter wählen wir T32>1, was sicherstellt, dass in dieser Platzierung nur Teilnehmer mit einer validen ersten Zwischenzeit gewertet werden. Da die Chip-Startzeit für alle Teilnehmer 00:00 ist, ist eine Platzierung basierend auf dieser sinnlos.

Als Gruppierung wählen wir ausschließlich den Wettbewerb aus. Gerne können Sie für weitere Platzierungen aber auch geschlechts-/altersspezifische Hochrechnungsplatzierungen definieren. Für die Sortierung der Teilnehmer verwenden wir T21, was unserer hochgerechnete Zeit entspricht. Wer die schnellste hochgerechnete Zielzeit hat, soll diese Platzierung anführen.

Ausgabelisten

Wir haben die Standardlisten Final, und Live basierend auf obiger Einrichtung angepasst.

Final

In der Finalliste haben wir lediglich die Spalten reduziert und die Bruttozeit herausgenommen, da diese bei einem frei definierbarem Startzeitpunkt nicht zutrifft.

Live

In der Live-Liste greifen wir für die Sortierung und die Gruppierung auf unsere Ergebnisse 31 & 32, sowie das benutzerdefinierte Feld LetzteZwischenzeitName zu. Das ermöglicht es dem Teilnehmer und Zuschauern beispielweise je nach letzter Zwischenzeit zu filtern, wer aktuell auf der Strecke ist. Gleichzeitig können aber auch alle Teilnehmer zeitgleich in einer Liste angezeigt werden. Für sämtliche Gruppierungen verwenden wir die "Filter"-Funktion, um dem Teilnehmer freizustellen, nach welchem Kriterium er die Teilnehmer auflisten möchte. Für das Feld [MännlichWeiblich] nutzen wir "Filter mit Ignorieren", damit Männer und Frauen auch gemeinsam gruppiert werden können.
In den Spalten verwenden wir für die Platzierung folgenden Ausdruck, über den wir nur eine Platzierung (AutoPlatz) ausgeben, wenn der Teilnehmer im Ziel ist. Wer das Ziel noch nicht erreicht hat, erhält keine Platzierung.

if([ImZiel];[AutoPlatz.p];"")

Zuletzt haben wir in der letzten Spalte folgenden Ausdruck, durch den wir die absolvierte Zeit der letzten Detektion ausgeben, und für Teilnehmer auf der Strecke in Klammern die hochgerechnete Zielzeit sowie Hochrechnungs-Platzierung ausgeben:

[LetzteDetektion] & if([ImZiel];"";" (" & [Zeit21] & " - " & [HochrechnungPl.p] & ")")

Eine Live-Liste könnte dadurch wie folgt aussehen:

 

Online-Anmeldung mit Startzeitauswahl + Kontingent desselben

Zunächst erstellen wir unter "Grundeinstellungen > Veranstalung" ein Veranstaltungsattribut. Wir nennen es Startkontingent, da dieses in der Online-Anmeldung zur Validierung eines Startkontingentes dienen soll. In unserem Beispiel dürfen in jedem auswählbaren Zeitfenster 30 Personen starten.

Im nächsten Schritt erstellen wir unter "Grundeinstellungen > Teilnehmerdaten > Zusatzfelder" zwei Felder für die Auswahl des Startfensters. Ein Feld für den gewünschten Tag, und ein Feld für die gewünschte Zeit am genannten Tag.

Diese Felder fügen wir nun den Formular-Feldern der Online-Anmeldung hinzu (analog können Sie die Felder auch zur Online-Änderung hinzufügen, bspw. wenn sich die Teilnehmer ursprünglich für eine reale Veranstaltung angemeldet hatten und diese Anmeldung nun beibehalten werden soll).

In den erweiterten Einstellungen eines der beiden Felder geben Sie dann folgende Validierungsregel an:

DCount("[PlanStartDatum]=""" & [PlanStartDatum] & """ AND [PlanStartZeit]=""" & [PlanStartZeit] & """")<[Veranstaltung.Startkontingent]

Hierdurch wird sichergestellt, dass sich maximal so viele Teilnehmer je Zeitfenster anmelden können, wie Sie im Veranstaltungsattribut definiert haben. Der einzige Nachteil hieran ist, dass ausgebuchte Kontingente nicht automatisch ausgeblendet werden können.

 

Weitere Informationen zum Aufbau der Track Box und zur Einbindung in RACE RESULT 12 finden Sie in diesem Video:

  • Template_Semi-permanentes-Event.ses
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