Aufbau der Track Box Passiv

Das Anbringen der Track Box Passiv

Die integrierten Halter der Track Box ermöglichen eine Vielzahl an Anbringungen für temporäre und permanente Installationen. Bitte beachten Sie, dass die Track Box Passiv in einem Umkreis von ca. 1m alle Passiv-Transponder liest, auch hinter der Track Box. Achten Sie daher auf eine gute Positionierung der Box.

Vertikale Anbringung

Track Boxen können über die integrierten Magnete oder über Halter für Schrauben vertikal angebracht werden. Des Weiteren können Sie die Track Box mit Kabelbindern durch die nicht verwendeten Löcher sichern/befestigen. 

Wenn die Track Box vertikal angebracht ist, können Sie für die ideale Ausrichtung aus 4 verschiedenen Winkeln wählen.

 0°  12°
 24°  36°

Überkopf Anbringung

Die integrierten Magnete der Track Box sind start genug, um sie auch in einer Überkopf-Positionierung zu halten. Allerdings muss in diesem Fall  der Winkel der Box zur Halterung 12°, 24° oder 36° betragen. Eine Überkopf-Anbringung mit 0° ist nicht möglich.

Stativhalterung

Mit der Track Box wird eine Metallspange geliefert, die auf ein Standard UNC-Gewinde eines Stativs passt. Die Track Box kann dann mit den beiden oberen Magneten an der Spange befestigt werden.

Je nach verwendetem Stativ sollten Sie dieses mit Gewichten gegen Umfallen sichern.

Frei Stehend

Die Track Box Halterung kann außerdem als Standfuß verwendet werden. In diesem Fall zeigt die Track Box schräg nach oben - hierfür gibt es lediglich einen Winkel.

Auf weichem / unebenen Boden sollten Sie in Erwägung ziehen, die Track Box mit den mitgelieferten Heringen zu sichern. Die Heringe können durch die kleinen Löcher geführt werden und dann in den Boden gedrückt werden.

Diagramm der Halterung

Optimierung von Leseraten

Transponder

Track Boxen arbeiten nur gemäß der Spezifikation, wenn die Transponder ordnungsgemäß getragen werden. Bei Startnummerntranspondern bedeutet das, dass die Startnummer vorne getragen wird und nicht bedeckt ist.

Bessere Leistungen können bei Transpondern in freier Luft erwartet werden, z.B. bei Verwendung von MTB-Nummern oder Sattelstützen-Aufklebern mit Transponder. Andere Transponder, wie z.B. HuTags oder Einweg-Triathlontransponder, funktionieren nur eingeschränkt und werden daher nicht empfohlen.

Bitte beachten Sie, dass alte Transponder-Typen nicht mit den Track Boxen kompatibel sind. Die Track Box ist optimiert auf die Verwendung mit RACE RESULT Passiv-Transpondern.

Winkel der Antenne

Um die Wahrscheinlichkeit, Transponder zu detektieren, zu maximieren, sollten Track Boxen rechtwinklig zur Strecke positioniert sein. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, insbesondere falsch getragene Transponder zu detektieren und ist auch eine allgemeingültige Aussage, ungeachtet der Laufrichtung.

Wenn Track Boxen zu den Teilnehmern ausgerichtet werden, können die Transponder wirklich nur detektiert werden, wenn diese sichtbar vorne getragen werden. Des Weiteren vergrößert es die Distanz zwischen Transponder und Track Box und kann dadurch zu schlechteren Leseraten führen, sowie werden die gemessenen Zeiten etwas ungenauer.

Frei Stehend vs. Hängende Boxen

Daten von realen Veranstaltungen zeigen, dass Sie bessere Leseraten erhalten, je höher Sie die Track Box aufhängen. Das liegt vor allem daran, dass durch das hohe Aufhängen das Risiko von Zuschauern, die das Signal blockieren, minimiert wird und auch unebene Bodenbeläge keinen Einfluss haben.

Vor allem an Zwischenzeiten, die von Helfern oder weniger erfahrenen Anwendern aufgebaut werden, sollten die Anwender mit den Hinweisen zum Aufbau vertraut gemacht werden.

Einzelbox-Performance

Obwohl eine einzelne Track Box Transponder in bis zu 25 Metern Entfernung detektieren kann, reduziert sich die Leserate bei größeren Abständen drastisch. Wenn Sie eine einzelne Track Box verwenden, sollten die Athleten diese in maximal 4m Abstand passieren, um Leseraten von über 99% zu ermöglichen.

Zweibox-Performance

Track Boxen sind für die Verwendung von 2 Stück auf gegenüberliegenden Seiten optimiert. Über die Dual Track Box Synchronisierung können nahegelegene Track Boxen über ein eingebautes 2.4GHz Modul miteinander kommunizieren und die eingebauten Reader entsprechend synchronisieren, um etwaige Interferenzen zu vermeiden. Mit diesem Aufbau können Leseraten von über 99% bei bis zu 8m Streckenbreite erreicht werden.

Aufbauhinweise

Reader Warnung

Die Track Box Passiv meldet eine Warnung oder einen Error bei zu hohem Noise oder Interferenzen. Rechnen Sie in diesem Fall mit schwächeren Leseraten. Die Warnung wird mittels LED Blink Code veranschaulicht, und in RACE RESULT 12 im Timing Tab angezeigt.

Wenn die Box eine Warnung meldet, sollten Sie unmittelbar den Grund für die Warnung herausfinden, um die gewohnten Leseraten wiederherzustellen. Die Warnung kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B.eine Person, die sich vor die Box gestellt hat, aber auch in der Anbringung der Box begründet liegen.

Aufbau mehrerer Systeme

Track Boxen sollten nicht zu nah an anderen Zeitmesssystemen (bspw. Decoder oder andere Track Boxen, die nicht über die Dual Box Synchronisierung gepaart sind) aufgebaut werden. Die Leseraten von beiden Systemen verschlechtern sich gravierend, wenn sich die Detektionszonen überlappen. Halten Sie daher einen Mindestabstand von 20 Metern.

Umfeld der Anbringung

Die Track Box Passiv ist sehr empfindlich gegenüber nahe der Box befindlichen Werkstoffen, insbesondere Metall. Sowohl vor als auch zu den Seiten der Track Box sollten Sie einen Mindestabstand von 10cm zu jeglichen Hindernissen halten (siehe Piktogramm D). Je mehr Platz um die Track Box herum komplett frei ist, desto besser.

Bringen Sie die Track Box beispielsweise an einem Stativ an, stellen Sie sicher, dass die Feststellschraube des Stativs in ausreichender Entfernung oder hinter der Track Box ist.

 

Track Boxen auf dem Boden

Wenn Sie die Track Box auf dem Boxen aufstellen, stellen Sie sicher, dass der untere Teil der Track Box eine uneingeschränkte Sicht auf die Transponder hat. Jegliche Hindernisse wie z.B. nasses Gras, Blätter oder Zweige schränken das Detektionsfeld deutlich ein und können eine Warnung hervorrufen.

Analog hierzu sollte die Track Box auch nicht unterhalb der Straße stehen. Mit diesem Aufbau hat die untere Antenne ebenfalls ein stark eingeschränktes Detektionsfeld und kreiert dadurch eine relativ große "tote" Zone.

In den obigen Abbildungen ist deutlich zu erkennen, dass die rechte Track Box unterhalb der Straße aufgestellt ist und somit das Detektionsfeld eingeschränkt ist. Je weiter ein Transponder von der Track Box entfernt ist, desto gravierender sind die Folgen dieser fehlerhaften Aufstellung. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Track Box auf einer ebenen Fläche aufgestellt ist. Auf schiefen Straßen kann sich das Detektionsfeld negativ ausbreiten. Selbst bei der Verwendung von zwei synchronisierten Track Boxen kann es über die Distanz zu einer "toten" Zone in der Mitte kommen.

Weitere häufige Fehler:

  • Erwarten Sie immer, dass sich Zuschauer/Helfer vor die Box stellen könnten
  • Verwenden Sie Heringe oder schwere Gewichte, um die Track Box gegen Umfallen zu sichern

Anbringung unter Gegenständen

Insbesondere bei Langzeitinstallationen empfehlen wir, die Track Box unter Gegenständen anzubringen, z.B. unter einem Solar Panel, um die Track Box vor der Witterung zu schützen. Achten Sie hierbei allerdings darauf, immer ausreichend Abstand zur Track Box einzuhalten, insbesondere zu Metall. In den folgenden Abbildungen verdeutlicht der rote Kreis den Raum, in dem keine Gegenstände sein sollten. In A ist das Solar Panel zu nahe an der Track Box angebracht. Zum einen, aufgrund möglicher Interferenzen, zum anderen, da das Solar Panel das Detektionsfeld einschränkt.

Richten Sie die Track Box so aus, dass sie zu dem Punkt zeigt, an dem Teilnehmer mit dem größten Abstand zur Box detektiert werden sollen. B stellt den optimalen Kompromiss zwischen Detektionsfeld und Risikominimierung dar. C wäre theoretisch die beste Lösung hinsichtlich der Detektionsrate, allerdings ist die Gefahr sehr groß, dass Zuschauer im Weg stehen (D).

Beschriftung von Track Boxen

Bitte bringen Sie keine Aufkleber auf der Vorderseite der Track Box an. Auch unscheinbare Aufkleber können zu Interferenzen führen, da das Material beschichtet sein kann, bestimmte Tinten Kohlenstoffpartikel beinhalten, und sich Aufkleber mit Wasser vollsaugen können, was alles in Interferenzen münden kann. Unabhängig davon empfehlen wir, die Track Box als Zeitnahmegerät kenntlich zu machen, vor allem für unwissende und besorgte Zuschauer, denen eine blinkende Box erfahrungsgemäß schnell suspekt vorkommt.

Wichtige Hinweise zum Aufbau

Um die Leistung der Track Box Passive zu maximieren, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise. Hierbei geht es vor allem um die Positionierung, um die Leseraten hoch zu halten. Die Track Box kann entweder aufgestellt oder aufgehängt werden. Weitere Informationen zu den Aufbaumöglichkeiten finden Sie hier.

Wenn Sie die Track Box auf dem Boden aufstellen, stellen Sie sicher, dass auch der untere Teil der Track Box eine klare Sicht auf die Transponder hat und keine Kanten, Äste, nasses Gras o.ä. im Weg sind.

 

Jegliche Hindernisse schränken das Detektionsfeld und somit die Leserate ein.

Wenn Sie Track Boxen auf dem Boden aufstellen, denken Sie daran, dass sich Zuschauer vor die Box stellen könnten und das Signal blockieren können. Ist die Strecke noch nicht final gesicht, kann es auch sein, dass Gitter oder Zäune vor die Box gestellt werden, was ebenfalls zu niedrigeren Leseraten führt. Dies ist vor allem für unbeaufsichtigte Track Boxen relevant. Hängen Sie Track Boxen daher wo immer möglich über Kopfhöhe auf.


Die Auswertungen von Veranstaltungen belegen, dass hoch angebrachte und schräg nach unten zu den Teilnehmern zeigende Track Boxen zu besseren Leseraten führen. 

Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Transponder zu detektieren, sollten Sie Track Boxen rechtwinklig (90°) zur Strecke aufbauen.

 

Obwohl die Track Boxen Passiv-Transponder in bis zu 25 Meter Entfernung detektieren können, ist die Leserate bei Distanzen von mehr als 4 Metern deutlich schwächer.


Bei Verwendung einer einzelnen Track Box sollte die maximale Reichweite auf 4 Meter beschränkt werden. Hierdurch erreichen Sie Leseraten von über 99%.

Weitere wichtige Aspekte

Folgende Punkte sind für eine optimale Leserate der Track Box Passiv ebenfalls unabdingbar.

Startnummern müssen ordnungsgemäß getragen werden, vor der Brust und nicht bedeckt.

Startnummern und Transponder in freier Umgebung, wie z.B. bei MTB-Startnummern oder Sattelstangen-Aufklebern liefern eine bessere Leistung.

 

HuTags, Schuh-Transponder und Einweg-Triathlon-Transponder sind nicht für die Verwendung mit der Track Box Passiv empfohlen. Die versprochenen Leseraten können hier nur auf eine kleine Entfernung zur Track Box eingehalten werden.

Ein Aufkleber auf der Vorderseite der Track Box kann die Leseraten stark beeinträchtigen, insbesondere bei schwarzer Tinte, da hier oft Kohlenstoffpartikel verwendet werden.

 

Best Practice: Verzichten Sie auf Aufkleber auf der Vorderseite der Track Box. Einige Aufkleber sind beschichtet, oder saugen sich bei Regen mit Wasser voll. Wenn Sie die Track Box bekleben möchten, verwenden Sie die Innen- oder Rückseite oder nutzen Sie einen Anhänger.